06.01.2011 Wedemark

Auf Knopfdruck in eine andere Welt - Sennheisers NoiseGard-Technologie

Die Flugzeugturbinen dröhnen, der Zug rumpelt – Urlaub und Geschäftsreisen sind oft mit einer lauten und stressigen Anreise verbunden. Besonders an Bord eines Flugzeugs kann es anstrengend werden: Denn in der Kabine sind Reisende oftmals einem Dauer-Geräuschpegel von bis zu 80 Dezibel ausgesetzt. Und auch im Zug geht es mitunter mal laut zu. Für eine entspannte Reise und ungestörten Sound-Genuss unterwegs sorgt die NoiseGard™-Technologie von Sennheiser. Das innovative NoiseGard™ /digital bietet Reisenden neuerdings die Auswahl zwischen drei Antischallprofilen – optimiert für verschiedene Umgebungsgeräusche unterwegs.

Aktive Lärmunterdrückung: Die Idee basiert auf dem physikalischen Prinzip von Schall und Antischall, zu dem der Physiker Paul Lueg Anfang der 30er Jahre erstmalig forschte. Vereinfacht gesagt löscht ein künstlich erzeugtes Schallfeld ein gegenphasiges Lärmschallfeld aus. Bei der NoiseGard™-Technologie von Sennheiser funktioniert das folgendermaßen: Winzige Mikrofone, die in den Kopfhörer integriert sind, nehmen den tieffrequenten Umgebungslärm in Ohrnähe auf. Basierend auf diesem Störschall berechnet eine Elektronik eine um 180 Grad phasenverschobene Schallwelle. Direkt am Ohr überlagern sich Störschall- und Gegenschallwellen und löschen sich dadurch nahezu aus. Mit dem Ergebnis, dass der Umgebungslärm im niederfrequenten Bereich um ein Vielfaches reduziert wird.

NoiseGard /digital

„NoiseGard /digital ist die konsequente Weiterentwicklung der analogen Sennheiser NoiseGard-Technologie“, erklärt Daniel Chee, Produktmanager der Sennheiser Travel Linie. Nach der Aufnahme durch analoge Mikrofone werden die Audiosignale in ein digitales Signal gewandelt, welches im Anschluss durch verschiedenste Softwarefilter bearbeitet wird. Das digitale Signal wird dann wieder zurück in ein analoges Signal gewandelt und von dem Wiedergabewandler als Audiosignal ausgegeben. Der Vorteil: durch die digitale Filterung kann nicht nur eine wesentlich genauere Anpassung an den Störschall erzielt, sondern auch eine komplexere Verarbeitung des Signals durchgeführt werden. Dies ermöglicht zusätzliche Funktionen wie beispielsweise die Definierung von unterschiedlichen NoiseGard-Profilen. So stehen beim neuen CXC 700 mit NoiseGard /digital insgesamt drei Modi zur Auswahl, um die Antischall-Leistung manuell an die aktuelle Umgebungssituation anpassen zu können:

Modus 1 absorbiert insbesondere tieffrequenten Lärm (100 bis 400 Hertz), wie beispielsweise Motorengeräusche von Zügen, Bussen oder kleineren Passagierflugzeugen. Auch Windgeräusche können mit diesem NoiseGard-Profil effektiv ausgeglichen werden.

Modus 2 fokussiert den Lärmausgleich auf Geräusche im mittleren Frequenzbereich (400 bis 3.000 Hertz), die vor allem durch Klimaanlagen in großen Passagierflugzeugen oder Bürogebäuden entstehen.

Über einen besonders breiten Frequenzbereich (100 bis 3.000 Hertz) wirkt Modus 3, der die Antischallleistung im mittleren und tieffrequenten Bereich kombiniert. So können Geräuschkulissen mit verschiedenen Lärmkomponenten, wie sie zum Beispiel auf Flughäfen, Bahnhöfen oder U-Bahnstationen auftreten, effektiv ausgeglichen werden, wenn auch mit etwas geringerer Leistung als bei den beiden ersten Modi.

Passive Lärmdämpfung

Unterstützt wird die aktive Lärmreduzierung – ganz gleich, ob analog oder digital – durch eine passive Dämpfung von Umgebungsgeräuschen.. Geräuschreduzierende Materialien und eine geschlossene Bauform schirmen insbesondere höherfrequenten Lärm effektiv ab. Dabei reicht die Modellauswahl der Sennheiser Travel Linie von großen ohrumschließenden Bauformen, über dicht mit dem Ohr abschließende Kopfhörermuscheln bis hin zu einem perfekt im Ohrkanal sitzen-den Modell. Aktive und passive Kompensierung ergänzen sich gegenseitig, so dass der Lärmpegel in tiefen als such in hohen Frequenzen optimal reduziert wird. Da kommt man garantiert entspannt ans Ziel.

Zeitlicher Überblick NoiseGard-Entwicklung

Die ersten Kopfhörer mit NoiseGard-Funktion entwickelte Sennheiser ursprünglich für Piloten der Deutschen Lufthansa. Heute wird die Technologie nicht nur in professionellen Piloten-Headsets großer Fluglinien und in unzähligen Cockpits privater Flugzeuge, sondern auch in Kopfhörern und Headsets der Sennheiser Travel Linie eingesetzt. „Wir kennen die Belastungen durch Lautstärke, denen Reisende beim Fliegen ausgesetzt sind“, so Daniel Chee, Produktmanager der Sennheiser Travel Linie. „Sennheiser produziert bereits seit 1987 spezielle Kopfhörer für Piloten, um sie vor Lärm und damit vor Stress im Cockpit zu schützen. Diese Erfahrungen aus dem Profi-Bereich bringen wir seit vielen Jahren auch erfolgreich in die Gestaltung unserer Reisekopfhörer ein. Die Technologie wurde dabei über die Jahre hinweg konsequent weiterentwickelt und verbessert.“

1984
Lufthansa fragt bei Sennheiser an, ob das Unternehmen lärmkompensierte Hör-Sprechgarnituren für Piloten entwickeln kann. Die technische Herausforderung: Geschlossene Kopfhörer können zwar hochfrequenten Lärm gut dämpfen, aber gegen den besonders störenden tieffrequenten Lärm (Motorendröhnen, Windgeräusche) sind sie ‚machtlos’.

1987
Die Sennheiser-Ingenieure setzen Paul Luengs Idee des ‚Antischalls’ in die Praxis um und bringen das Headset LHM 45 heraus. Es ist weltweit das erste Piloten-Headset mit aktiver Lärmkompensation, das die FAA-TSO-Zertifizierung erhält. (Technical Standard Order der Federal Aviation Administration).

1992
Mit dem HDC 451 NoiseGard mobile stellt Sennheiser den ersten Consumer-Kopfhörer mit aktiver Lärmkompensation vor. Vorher waren solche Passagier-Hörer nur im Industrieprogramm für Airlines erhältlich.

2002

Der faltbare PXC 250 kommt auf den Markt und markiert den Durchbruch der NoiseGard-Technologie im Consumer-Bereich.

2004

Es folgen das Modell PXC 150 und PXC 300. Letzterer nutzt das neue System NoiseGard Advance, das unempfindlicher gegen Störstrahlung (Handys) von Außen ist.

2007

Der PXC 350 und PXC 450, zwei große ohrumschließende Modelle, werden vorgestellt. Der PXC 450 nutzt erstmalig NoiseGard 2.0 mit opti-mierten Filtern, Mikrofonen und Prozessoren für eine verbesserte aktive Lärmreduzierung.

2009

Der PXC 310 BT ist der erste drahtlose Reisekopfhörer. Er verbindet die NoiseGard-Technologie mit Bluetooth-Übertragung. Neu ist auch die Kombination mit einer Freisprecheinrichtung: Vorgestellt wird das Blue-tooth-Headset MM 450 TRAVEL mit NoiseGard-Funktion.

2011

Mit dem CXC 700 bringt Sennheiser den ersten Kopfhörer mit Noise-Gard /digital auf den Markt. Der High-End-Ohrkanalhörer zeichnet sich durch seine drei NoiseGard-Profile aus, die je nach Umgebungssituation ausgewählt werden können, um eine optimale Lärmreduzierung zu erreichen.


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