09.09.2011 Huntington Beach, Kalifornien

Digitale MKH 8060 und MKH 8070 Richtrohrmikrofone übertragen die US Open of Surfing

Bei den diesjährigen US Open of Surfing vom 30. Juli bis zum 7. August gaben sich die besten Surfer im kalifornischen Huntington Beach ein Stelldichein und kämpften um das Preisgeld von 100.000 US-Dollar. Digitale MKH-Mikrofone fingen den Wettkampf in allen klanglichen Facetten ein – und beeindruckten durch natürlichen, klaren Sound und Wetterfestigkeit.

Rund eine halbe Million Besucher zählte die 2011er Ausgabe der US Open of Surfing, die zusätzlich noch einen Skateboard- und einen BMX-Wettbewerb bot. Für die Übertragung hatten die Broadcast-Spezialisten von Coffey Sound die neuen MKH 8060 und MKH 8070 Richtrohrmikrofone als digitale Varianten im Einsatz. Die digitalen Mikrofone sorgten dabei nicht nur für klaren, detallierten Sound, sondern brachten durch ihr HF-Kondensatorprinzip auch die nötige Wetterfestigkeit mit, die eine solche Sportveranstaltung mit Wind, Feuchtigkeit und salziger Luft verlangt.

Die komplexen Geräusche des Surfwettbewerbs einfangen

Bei den neuntägigen Opens arbeitete Coffey Sound im Wesentlichen an drei Sendeorten: am Surfstrand, in der BMX-Arena und in der Skateboard “Bowl”. Gary Vahling, Leiter des Bereichs Rental bei Coffey Sound, war der A1-Broadcast-Toningenieur für den Surf-Event und außerdem der Sound Designer für die beiden anderen Sendeorte. Als Toningenieur für den Surf-Wettbewerb sah er sich vor der Aufgabe, die begeisterte Stimmung des Publikums genauso einzufangen wie die Geräusche des Meeres authentisch wiederzugeben. Dafür wählte er zwei lange Richtrohrmikrofone MKH 8070 mit Digitalmodulen MZD 8000, die ihre Signale an das AES42-Interface DMI 2 von Neumann weitergaben.

„Ich wollte digitale Mikrofone von Sennheiser wegen ihrer technischen Vorteile nutzen – die Klangqualität ist einfach herausragend”, erklärt Vahling. „Der Klang des Ozeans ist so vielschichtig: Da ist eine Leichtigkeit, viel Schaum und quirlige Luftblasen. All das wollten wir übertragen und den Zuschauern nach Hause bringen, damit sie sich wie am Strand von Huntington Beach fühlen, ganz gleich, ob sie den Wettbewerb am Fernseher mitverfolgen oder über das Internet zuschauen.“

Die beiden MKH 8070 wurden, rund acht Meter voneinander entfernt, als Paar eingesetzt. Die Entfernung vom Wasser lag bei rund 50 Metern; dort gab es eine spezielle Plattform für die Mikrofone und das Rack-Equipment. Zusätzlich zu dem digitalen MKH 8070-Mikrofonpaar setzte Vahling zwei MKH 70 als Stützmikrofone für das Publikum ein, sowie zwei Handsender SKM 5200, die für Interviews mit den Surfern genutzt wurden. Der Übertragungswagen stand rund 300 Meter vom Surf-Event entfernt; die Signale wurden über Glasfaserkabel zugeführt.

Vahling ist begeistert von der Leistung der MKH 8070: „Mit den digitalen Mikrofonen von Sennheiser kann man genau das wiedergeben, was das Mikrofon hört, ohne jegliche Verluste. Zieht man bei analogen Mikrofonen die Fader auf, nimmt das Rauschen zu, doch bei den digitalen MKH 8070 sind die Dynamik und der Signal-Rausch-Abstand gleich, egal, ob die Fader unten oder oben sind. Dadurch, dass es praktisch kein Rauschen und keine Störungen gibt, mit denen ich zu kämpfen hätte, kann ich einen viel detaillierteren Klang erzielen, ganz gleich wie ich die Lautstärken eingestellt habe.“

Das Kratzen der Skateboards und Singen der Reifen

Für die Übertragung der Geräusche und Effekte aus der Skateboard-Bowl setzte Vahling auf zwei kurze Richtrohrmikrofone MKH 8060, die ebenfalls mit zwei Digitalmodulen MZD 8000 in digitale Mikrofone verwandelt wurden. Als AES42-Interface kam das DMI 2 portable von Neumann zum Einsatz, das einen schnellen und praktischen Aufbau ermöglichte. Die beiden MKH 8060 wurden rund 16 Meter voneinander entfernt aufgestellt. „Für den Skateboard-Wettbewerb hatte ich die Mikrofone näher am Geschehen, und darum das kurze Richtrohr gewählt. Die MKH 8060 übertrugen einen sauberen Skateboard-Sound aus der Arena und ich konnte die Reflexionen von den Oberflächen richtig hörbar machen,“ erklärt Vahling.

Auch beim BMX-Wettbewerb hatte es Vahling mit reflektierenden, gewölbten Oberflächen zu tun. Hier setzte er das digitale Neumann KMR 81 D Richtrohrmikrofon ein, wieder kombiniert mit dem DMI 2 portable. Der Aufbau ähnelte sehr dem Skateboard-Setup und ermöglichte es ihm, nah an die Wettkämpfer heranzugehen und die Geräusche der Rampe, der Räder und Reifen in allen Nuancen einzufangen.

Neumann und Sennheiser – Klangqualität und Kontrolle mit digitalen Mikrofonen

Für Vahling, der seit mehr als 20 Jahren mit Broadcast-Mikrofonen von Sennheiser und Neumann arbeitet, ermöglichen digitale Mikrofone ein neues Qualitätslevel: „Mit diesen Mikrofonen hört man jedes kleine Detail und der Unterschied in der Klangqualität ist beträchtlich. Außerdem kann ich über das Neumann DMI 2 die Mikrofoneinstellungen verändern und fernsteuern. Das bringt eine ganz neue Kontrollmöglichkeit im Broadcast-Einsatz.“

„Als A1-Toningenieur für die Abmischung bin ich verantwortlich für den Sound, der ausgestrahlt wird, egal, wohin der gehen mag,“ fährt Vahling fort. „Das Ziel ist, in HD-Qualität abzumischen, auf dem gleichen Level, wie auch die Olympischen Spiele und der Super Bowl abgemischt werden. Ich möchte
großartigen

Sound schaffen, egal, welches Gerät oder welche Plattform die Zuschauer nutzen, und die digitalen Mikrofone von Sennheiser und Neumann helfen mir dabei.“

Besuchen Sie Sennheiser auf der IBC, Halle 8, Stand D 50


Ansprechpartner

Stephanie Schmidt
PRO, Business Communication
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