15.06.2011 Wedemark

Geschäftsbilanz 2010: Sennheiser erreicht Rekordumsatz - Umsatz der Sennheiser-Gruppe um 20,1 Prozent gestiegen - Starke Marktentwicklung in allen Vertriebsregionen

Die Sennheiser electronic GmbH & Co. KG hat heute die Bilanz des Geschäftsjahres 2010 veröffentlicht. Im Vergleich zum Vorjahr konnte der Audiospezialist den Umsatz von 389,9 Millionen Euro auf 468,2 Millionen Euro steigern. Dies entspricht einem Plus von 20,1 Prozent und bedeutet größten Umsatz in der Firmenhistorie. Der Ertrag erhöhte sich von 3,8 Millionen Euro (2009) auf 23,6 Millionen Euro. „Alle Produktgruppen und Märkte haben zu diesem ausgesprochen positiven Geschäftsergebnis beigetragen“, betont Volker Bartels, Sprecher des Executive Management Boards von Sennheiser. „Wichtige Faktoren waren die Wiederbelebung des professionellen Geschäfts sowie die sehr positive Entwicklung des Jahresendgeschäfts, insbesondere im Consumer Segment. Nun gilt es, dieses dynamische Wachstum zu stabilisieren und das Geschäft weiter auszubauen.“ Für die Sennheiser-Gruppe arbeiteten im Jahresdurchschnitt 2.117 Mitarbeiter, 1.153 davon in Deutschland.

Consumergeschäft bleibt umsatzstärkster Produktbereich

Den größten Anteil des Konzernumsatzes machte mit 34,9 Prozent das Geschäft mit Kopfhörern aus. Es folgen drahtlose Mikrofone (25,5 Prozent), Sennheiser-Communications-Produkte (8,1 Prozent) und drahtgebundene Mikrofone (7,4 Prozent). Audiologie-Produkte steuerten 6,6 Prozent bei, die Anteile von professionellen Headsets lagen bei 4,5 Prozent. Die Georg Neumann GmbH erzielte mit Studiomikrofonen und Studiomonitoren 3,6 Prozent des Umsatzes, der Bereich Konferenz- und Informationssyteme 3,3 Prozent.

Trotz eines weltweiten Versorgungsengpasses bei elektronischen Bauteilen konnte Sennheiser seine Produktion 2010 steigern und so die unmittelbaren Auswirkungen der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise hinter sich lassen.

Starke Zugewinne in Asien, Amerikas und Zentraleuropa

Bei der Marktentwicklung konnte Sennheiser 2010 in allen Vertriebsregionen zweistellige Wachstumsraten erzielen. Hierbei zeigte sich, dass vor allem Asien wichtige Nachfrageimpulse für die Elektroindustrie lieferte. Im Gebiet „Asien und Australien“ stieg der Umsatz von 44 Millionen Euro aus dem Vorjahr auf 59,7 Millionen in 2010 an – ein Zugewinn von 35,6 Prozent. „Diese positive Entwicklung zeigt uns, dass es die strategisch richtige Entscheidung war, mit eigenen Vertriebstochtergesellschaften vor Ort zu sein.“, bekräftigt Volker Bartels. Auch in den „Amerikas“ legte der Audiospezialist zu: Der Umsatz erhöhte sich überproportional gegenüber dem Vorjahr um 26,5 Prozent auf insgesamt 125,6 Millionen Euro. Eine bemerkenswerte Trendwende gelang in der „EMEA“-Region. Am zuvor noch rückläufigen Markt (– 2,8 Prozent in 2009) erreichte Sennheiser ein Plus von 14,7 Prozent. Bei der separaten Betrachtung der Teilregionen lieferte Zentraleuropa mit einem Wachstum von 17,9 Prozent ein sehr gutes Ergebnis. Generell hat das Auslandsgeschäft weiterhin eine hohe Bedeutung für Sennheiser. 2010 betrug die Exportquote des Unternehmens rund 83 Prozent.

Sennheiser festigt Marktführerposition bei Kopfhörern

Im europäischen Kopfhörergeschäft hat Sennheiser seinen Spitzenplatz behauptet. Nach aktuellen Ergebnissen der GFK Retail and Technology ist Sennheiser in Europa
EU-16 deutlicher Marktführer und hat im vergangenen Jahr seinen wertbasierten Anteil von 23 Prozent stabilisiert. Das kundenorientierte Produktportfolio mit vielen neuen Modellen spielte hierbei eine wichtige Rolle. Besonders positiv verlief 2010 die Zusammenarbeit zwischen Sennheiser und dem Sportartikelhersteller adidas. Eines der gemeinsam entwickelten Sportkopfhörer-Modelle, der CX 680, wurde auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas mit dem CES Innovations Award ausgezeichnet. Zusätzlich untermauerte Sennheiser die Wahrnehmung als Premium-Marke im Consumer Segment durch „First class“-Modelle wie den CXC 700, einem In-Ear-Hörer mit innovativer, digitaler NoiseGard Technologie.

Professionelles Geschäft erholt

Neue Produkte im Installed Sound Bereich beleben das Geschäft
Auch das Professional Geschäft zog 2010 wieder an: Von großer Bedeutung war hierfür die stärkere Nachfrage von Theater und Bühnen, die nach Klärung der Frequenzfragen wieder in Hochfrequenzgeräte investierten und damit das Geschäft deutlich belebten. Guten Absatz fanden die neuen drahtlosen Spitzenprodukte für den Professional-Anwender , der Handsender SKM 5200-II, der Taschensender SK 5212-II und die Empfängerfamilie EM 3732-II mit höherer Frequenzflexibiliät für störungsfreie Übertragung. Generell war die Kaufzurückhaltung, welche 2009 vor allem den Vertrieb von drahtlosen Mikrofonen erschwerte, im Professional Segment nicht mehr spürbar. Erfolgreich ausgebaut wurde auch das Produktangebot im Segment Installed Sound. Mit dem digitalen Diskussionssystem ADN wurde 2010 auf der InfoComm in Las Vegas ein innovatives Premiumprodukt für den Konferenzmarkt vorgestellt, das einen Klang in Sennheiser Qualität liefert.

Investition in Innovation

Zentrale Bestandteile der Unternehmensstrategie von Sennheiser sind Forschung und Entwicklung (F&E). Die Aufwendungen für F&E betrugen in 2010 6,1 Prozent des Umsatzes – das entspricht 28,6 Millionen Euro. Um im Innovationsprozess rechtzeitig wichtige Zukunftstrends zu erkennen, betreibt Sennheiser als unternehmenseigene Forschungseinrichtung, die Sennheiser Innovation AG in Zürich, Schweiz. Dort wird mit langer zeitlicher Perspektive untersucht, welche zukünftigen Trends sich am Horizont abzeichnen und welchen Einfluss diese auf das Geschäft und die Produktentwicklung des Audiospezialisten haben können.
Volker Bartels: „Wir müssen auf Veränderungen des Marktes schnell reagieren können. Deshalb setzen wir auf ein langfristiges Konsumentenverständnis und wollen wichtige Entwicklungen so früh wie möglich erkennen.“

Ziele 2011: Marktanteile ausbauen, Produktionsstandorte sichern

Für Sennheiser und seine Mitarbeiter steht das Jahr 2011 im Zeichen der Umsetzung der neuen Unternehmensstruktur: Seit dem 1. Januar ist Sennheiser organisatorisch in drei Business-Divisionen gegliedert, die in den jeweiligen Geschäftsbereichen eine noch stärkere Markt- und Kundenorientierung ermöglichen. „Wir haben in den letzten Jahren eine divisionale Strategie entwickelt, die sich nun auch in der Organisationsstruktur widerspiegelt. Durch die neue, divisionale Organisation können wir unser Unternehmen mit seinen Produkten, Dienstleistungen, Prozessen und besonders seinem Denken perfekt an den Kundenwünschen ausrichten. Auch deshalb schauen wir sehr optimistisch in die Zukunft“, so Volker Bartels.


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