12.12.2013 Wedemark/Los Angeles

Großer Bahnhof in Los Angeles: Sennheiser-Sound für die Drahtlosoper „Invisible Cities”

Der größte Bahnhof im Westen der Vereinigten Staaten, die historische Los Angeles Union Station, verwandelte sich vom 19. Oktober bis zum 8. November in eine mehr als ungewöhnliche „Bühne“ für die Oper „Invisible Cities“. Christopher Cerrone hat die moderne Oper für die Rezeption über Kopfhörer geschrieben, und der künstlerische Leiter Yuval Sharon ließ seine Sänger und Tänzer inmitten des Trubels der Union Station agieren. Den Zuschauern gab er drahtlose Kopfhörer an die Hand, damit sie dem akustischen Geschehen nahtlos folgen und sich in der Bahnhofshalle und ihren Nebengebäuden und Plätzen an die Fersen der Künstler heften konnten. Das technische Herz der Produktion: Sennheisers drahtloses Mikrofonsystem Digital 9000 und drahtlose Kopfhörer vom Typ HDR 120-II.

Für die ungewöhnliche Aufführung arbeiteten das experimentelle Opernensemble „The Industry“, das Künstlerkollektiv „L.A. Dance Project“ und Sennheiser USA über Monate eng zusammen, um Kunst und Technik bestmöglich zu verzahnen. Cerrones Oper „Invisible Cities” basiert auf dem gleichnamigen Roman von Italo Calvino aus dem Jahr 1972, in dem Marco Polo dem Herrscher Kublai Khan von seinen Reisen zu fiktiven Städten erzählt. Jede Stadt steht stellvertretend für ein gesellschaftliches oder historisches Thema; die düster werdende Stimmung kündet von einer zerfallenden Welt.

Das elfköpfige Orchester der Oper spielte in einem Nebenraum des Bahnhofs, während sich die Sänger dank der eingesetzten Drahtlostechnik vollkommen frei durch die Bahnhofshalle und ihre angrenzenden Räume und Plätze bewegten – genau wie die Zuschauer, die das Geschehen ganz frei aus immer neuen Perspektiven betrachten konnten. Bei jedem neuen Gesangseinsatz gingen sie sozusagen auf die Suche nach der Quelle, wobei sich mancher (leise) vor sich hinsingende Reisende im Wartesaal als einer der Opernsänger entpuppte.

Die Audiotechnik – drahtlose Mikrofone und Monitoring
Die Opernsänger und -sängerinnen wurden mit acht Kanälen Digital 9000 übertragen, das die feinsten Nuancen der Musik unkomprimiert in höchster Qualität übertrug. Zu dem Achtkanal-Empfänger EM 9046 kamen Taschensender SK 9000 mit Ansteckmikrofonen MKE 1 hinzu.

„Digital 9000 war das optimale System für die Sänger”, erklärt Dave Missall, verantwortlich für die Marktentwicklung bei Sennheiser USA. „Das System sorgte nicht nur für eine erstklassige Tonübertragung mit außergewöhnlicher Dynamik und ohne Kompanderrauschen, es ermöglichte es auch, Frequenzen mitten in Los Angeles zuzuweisen, einer Gegend, in der das Spektrum wirklich sehr belegt ist. Da die Sender des Systems extrem linear sind, gibt es keine Intermodulationsprodukte, und so kann man Frequenzen eng nebeneinander legen, ohne dass es zu Problemen kommt. Digital 9000 nutzt das vorhandene Spektrum sehr effizient.”

Außerdem kamen Monitorsysteme der 2000er IEM-Serie zum Einsatz, die von Sängern und Tänzern gleichermaßen genutzt wurden, um die Musik des Orchesters klar und verzögerungsfrei zu empfangen. Taschenempfänger EK 2000 IEM, Ohrkanalhörer IE 8 und Doppelsender SR 2050 IEM wurden um ein komplexes Antennensystem ergänzt, um in allen Bereichen der Union Station eine optimale HF-Abdeckung sicherzustellen – sowohl für die IEM-Systeme der Künstler als auch die Kopfhörer der Zuschauer. Dazu wurde das Gelände in vier Zonen aufgeteilt und je nach Anforderung passive Richtantennen A 2003-UHF oder zirkular polarisierte A 5000-CP aufgestellt, um Probleme mit Mehrwegeausbreitung und schwankender Signalstärke von vornherein auszuschalten.

Die Audiotechnik – drahtgebundene Mikrofone für das Orchester
Für die Instrumente des elfköpfigen Orchesters spezifizierte Sound-Designer Martin Gimenez diverse Mikrofone von Sennheiser und Neumann. Sennheiser evolution-Mikrofone nahmen Blechbläser und Percussion ab und waren als Raummikrofone im Einsatz. An den Holzblas- und den Saiteninstrumenten – inklusive der Harfe – setzte Gimenez diverse Kondensatormikrofone KM 184 von Neumann ein. Das Klavier wurde von einem U 87 Ai-Paar abgenommen.

„Zwischen der klanglichen Unmittelbarkeit des Kopfhörerkonzeptes und Christopher Cerrones bestechender Orchestrierung stand für uns die klangliche Transparenz im Vordergrund“, erläutert Gimenez. „Zugang zu allen Sennheiser- und Neumann-Mikrofonen zu haben, war entscheidend, um den unglaublichen Detailreichtum für die Zuhörer erlebbar zu machen.“

Die Audiotechnik – Funkkopfhörer für die Zuschauer
Am anderen Ende der Signalkette standen vierhundert von In-Ear-Sendern angesteuerte Funkkopfhörer HDR 120-II bereit, um den Musikgenuss direkt zu den Zuschauern zu bringen. Der dafür ausgewählte Sennheiser HDR 120-II ist ein bequemer, offener Kopfhörer, an dem die Operngäste direkt ihre Wunschlautstärke einstellen konnten.

Die Chancen stehen gut, dass der grandiose Erfolg aus den USA bald auch in Europa zu erleben ist: The Industry hat bereits diverse Anfragen bekommen, eine Aufführung in Bordeaux steht schon fest auf dem Programm für 2014.


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Über Sennheiser
Die Zukunft der Audio-Welt zu gestalten und für Kunden einzigartige Sound-Erlebnisse zu schaffen – dieser Anspruch eint Sennheiser Mitarbeiter und Partner weltweit. Das 1945 gegründete Familienunternehmen ist einer der führenden Hersteller von Kopfhörern, Mikrofonen und drahtloser Übertragungstechnik. Sennheiser ist mit 21 Vertriebs-tochtergesellschaften und langjährigen Handelspartnern in über 50 Ländern aktiv und besitzt eigene Produktionsstandorte in Deutschland, Irland, Rumänien und den USA. Seit 2013 leiten Daniel Sennheiser und Dr. Andreas Sennheiser das Unternehmen in der dritten Generation. Der Umsatz der Sennheiser-Gruppe lag 2017 bei 667,7 Millionen Euro.
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