13.04.2017 Wedemark

INTERVIEW MIT DEM FILMEMACHER UND MOUNTAINBIKER SCOTT SECCO

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Scott, du lebst in Victoria, British Columbia, bist Mountainbiker und machst Actionsport-Filme. Wie teilst du deine Zeit zwischen diesen beiden Interessen auf?

In Anbetracht der Tatsache, dass ich in erster Linie Filme über das Mountainbiking mache, wird es viele Leute sicher sehr überraschen, dass ich bei meinen Drehs selbst nicht viel fahre. Mittlerweile habe ich so viel Ausrüstung, dass es einfach schneller und unkomplizierter ist, mit meinen Rucksäcken zu den Drehorten zu wandern und mein Bike zu Hause zu lassen. Während der Mountainbike-Saison (ungefähr von April bis Oktober) bin ich oft auf Filmdrehs und kann lange nicht so viel fahren, wie ich mir wünschen würde. Wenn ich aber zu Hause bin, versuche ich, an drei oder vier Tagen in der Woche raus zu kommen und zu fahren. Das Biken ist großartig, um Stress abzubauen und ein super Workout. Es ist schön, die Tage, an denen ich hauptsächlich mit monotonem Schneiden beschäftigt bin, mit einem schnellen Ride auf meinen Heimat-Trails zu unterbrechen, um den Kopf frei zu bekommen. Das Filmemachen und Mountainbiking sind meine zwei Lieblingsbeschäftigungen und ich bin dankbar, dass ich beides beruflich verbinden kann.

Wie bist du zum Mountainbiking gekommen?

Ich glaube, ich war Feuer und Flamme fürs Radfahren, seit mein Dad die Stützräder von meinem ersten Rad entfernt hat! Mountainbiking habe ich für mich entdeckt, als ich mit 13 den Film „New World Disorder III: Free Wheel Burning“ gesehen habe. Der große Bruder meines besten Freundes schob den Film in den Videorekorder und es hat mich total umgehauen. Ich konnte einfach nicht fassen, dass man solche Sachen auf Bikes machen kann! Von diesem Tag an war ich besessen vom Mountainbiking; der Film hat mich außerdem dazu gebracht, mit meinen Freunden einige ziemlich wackelige Schanzen zu bauen – und mir im weiteren Verlauf einige Knochen zu brechen.

„Builder“ ist dein erster Spielfilm, eine Hommage an das Trail-Bauen und Mountainbiken. Was hat dich zu diesem Film inspiriert?

Das Konzept für „Builder“ kam von meinen Produzenten Julian Coffey und Ryan Berrecloth. Sie hatten die Idee, und ich habe die Regie, das Drehen und das Schneiden übernommen. Ich bin begeisterter Trail-Fahrer und habe all die Jahre auch Sprünge für meine eigenen Videos gebaut. Mit dem Film versuche ich zu zeigen, wie viel Zeit, Mühe und Leidenschaft dazu gehören, die Trails zu bauen, die die Jungs im Film fahren. Sie sind wahre Künstler – mit Schaufeln, Kettensägen und Bikes. Letzten Endes ist der Film für mich erfolgreich, wenn er Menschen dazu anregt, Bike zu fahren oder sich eine Schaufel zu schnappen und selbst einen Trail zu bauen.

Wir haben gemerkt, wie viel Zeit und Arbeit du in den perfekten Kamerawinkel und die beste Perspektive investierst. Bist du genauso kritisch mit deinen Tonaufnahmen?

Aus Publikumssicht sind 50% eines Films Bild und 50% Ton. Man kann in beiden Medien eine fesselnde Story erzählen (zum Beispiel Stummfilm oder Radio), aber erst, wenn man die beiden kombiniert, entsteht cineastisches Gold. Ich nehme den Ton am liebsten direkt auf der Location auf, wo immer das möglich ist. Leider habe ich oft mit extremen Wetterbedingungen zu kämpfen, wenn ich draußen filme; der Wind und der Regen bringen meine Ausrüstung wirklich an ihre Grenzen. Mit den Tonaufnahmen vor Ort bin ich so sorgfältig wie irgend möglich, denn ich bin überzeugt, dass der Zuschauer sehr wohl erkennen kann, ob etwas echt ist – und diese Authentizität ist bei Sportfilmen sehr wichtig. Guter Ton macht einen gewaltigen Unterschied für einen Film. Wenn man sich mit dem Ton Mühe gibt, erreicht man eine ganz neue Filmqualität.

Du hast das MKE 2 elements Action-Mikrofon für die GoPro HERO4 ausprobiert – was waren deine Erfahrungen? Filmst du viel mit GoPros und Kameramikrofonen?

Mit dem MKE 2 konnte ich fantastisch arbeiten. Als Filmemacher weiß ich unkomplizierte Ausrüstung sehr zu schätzen, denn am Drehort muss alles schnell gehen. Mit dem MKE 2 habe ich in drei Sekunden alles fertig: einstöpseln, Gehäuse schließen, und den Rest macht das Mikro. Ich habe das MKE 2 mit verschiedensten POV-Einstellungen ausprobiert und festgestellt, dass die Tonqualität erheblich besser ist als beim eingebauten Mikrofon der GoPro. Windgeräusche sind sonst immer ein Riesenproblem, wenn ich diese Kamera benutze. Aber der Windschirm des MKE 2 funktioniert phänomenal: Er unterdrückt die störenden Hintergrundgeräusche und nimmt stattdessen hervorragend den Sound der Federung und der Räder auf – genau das, was ich hören möchte.

Ich schaue immer, dass das Kamerasystem oder die Technik bestmöglich zu der Aufnahme passt, die ich machen möchte. Mit der GoPro kann ich aus Perspektiven drehen, die ich mit einer klassischen Filmkamera nie hinbekommen würde. Wenn die Zuschauer mit den Augen des Sportlers sehen können, ist das, als ob sie selbst fahren würden, und mit dem MKE 2 kann ich diese Momente, in denen der Mountainbiker ganz natürlich und frei ist, akustisch einfangen. Ich höre gern die Reaktionen der Biker, zum Beispiel ihren Begeisterungsschrei am Ende eines Durchlaufs.

Was war dein bester Mountainbike-Moment überhaupt?

Mein bester Mountainbike-Moment war 2015 die Weltpremiere von „Builder“ in Monterey in Kalifornien. Ich war 23 und hatte an der Uni ein Jahr pausiert, um an dem Film arbeiten zu können. Den fertig geschnittenen Film hatte ich bis dahin nur so vier Leuten gezeigt, und hatte keine Ahnung, wie die Reaktionen des Publikums ausfallen würden. Ich war supernervös. Und ich war wahnsinnig müde von den etlichen langen Tagen und Nächten, in denen ich fieberhaft geschnitten hatte, um den Film pünktlich zur Premiere fertig zu bekommen. Meine Eltern und meine Schwester sind mit mir zusammen zur Premiere geflogen, und es bedeutete mir unglaublich viel, sie zusammen mit dem Publikum im ausverkauften Kino zu sehen. Als der Abspann lief und alle applaudierten und jubelten, war das all die schlaflosen Nächte und den Stress wert. Es war der bisher schönste Moment in meinem Leben.


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