22.11.2012 Erlangen/ Hannover

Klassik am See: Ein Sommernachtstraum mit Beethoven

Hochwertige Mikrofone von Sennheiser trugen auch 2012 dazu bei, „Klassik am See“ zu einem einzigartigen Openair-Erlebnis mit exzellentem Sound zu machen. Eine Premiere erlebte das neue Kondensatormikrofon MKH 8090.

Zum zehnten Mal fand am 1. August 2012 nahe Erlangen das sommerliche Openair-Ereignis „Klassik am See“ statt. In idyllischer Lage am von Schatten spendendem Blattwerk umsäumten Dechsendorfer Weiher erlebten rund 3.500 Gäste unter dem Motto „Beethoven Pur“ ein hochkarätiges Konzertprogramm. Es spielten Mitglieder der Nürnberger Staatsphilharmonie unter der Leitung von Ljubka Biagioni. Als Pianist konnte ECHO Klassik-Preisträger Martin Stadtfeld gewonnen werden, und mehr als 200 Sänger ließen beim Jubiläumskonzert ihre kraftvollen Stimmen als Chor erschallen.

Konzertsaal im Freien
Seit sechs Jahren betreut Florian Johann Denzler bei „Klassik am See“ im Auftrag des ausrichtenden Klassikkultur e. V. den FOH-Platz. Bei seiner anspruchsvollen Arbeit wird der freiberuflich tätige Soundspezialist durch Tonmeister Sebastian Schubert unterstützt.

Als Hauptbeschallung kamen 2012 zwei Line-Arrays zum Einsatz, welche durch sechs Subbässe sowie zwei Nearfills ergänzt wurden. Als Besonderheit war die Zuschauerfläche von 2 x 4 auf Hochständern montierten Kompaktboxen umgeben, welche schräg nach oben geneigt waren, um den erwünschten diffusen Klangeindruck zu forcieren. Als Sound-Lieferant für das Surround-Lautsprecherensemble dienten die Signale eines hochwertigen Hallgerätes, welche den Zuhörern im Openair-Kontext das Gefühl eines Konzertsaals vermittelten.

Sämtliche Lautsprecherkomponenten wurden sorgfältig auf die Verhältnisse vor Ort eingemessen. Störende klangliche Auswirkungen der die Bühne überdachenden Konzertmuschel wurden mithilfe der in das FOH-Digitalpult integrierten Entzerrer gemildert. Auf die von der Konsole zur Verfügung gestellten Kompressionsalgorithmen konnte Florian Denzler weitgehend verzichten; lediglich extrem dynamische Instrumente wie die Pauken wurden bei Bedarf leicht begrenzt. Ansonsten war während der gesamten Aufführung die volle Dynamik des Orchesters zu vernehmen, welche gemäß der ausgewählten Beethoven-Werke sämtliche Spielarten von piano bis fortissimo beinhaltete. Behördliche Auflagen bezüglich der Gesamtlautstärke gab am Dechsendorfer Weiher nicht; mit Gedanken an die Nachtruhe der Anwohner fand die Veranstaltung allerdings vor 23 Uhr ihren Ausklang.

Mikrofonpremiere
Bezüglich der Mikrofonierung hatte Florian Denzler einen Ansatz gewählt, bei dem eine stereophone Laufzeitmikrofonierung durch diverse Stützmikrofone ergänzt wurde - sämtliche Mikrofone entstammten dem Portfolio von Sennheiser. Dreh- und Angelpunkt des elektroakustischen Geschehens war eine kleine A/B-Aufstellung hinter dem Dirigentenplatz, welche mit zwei MKH 800 TWIN realisiert wurde. Hinzu kam eine große A/B-Mikrofonierung mit deutlich weiterem Abstand, welche aus Platzgründen nahe der 1. und 2. Violinen aufgestellt war - eine Positionierung in üblicher Distanz war nicht möglich, da im zweiten Teil des Konzerts ein Flügel auf die Bühne geschoben wurde. Die beiden A/B-Mikrofonierungen lieferten wesentliche Elemente des abends auf dem Platz zu vernehmenden Orchesterklangbildes; die Signale der pultweise aufgestellten Stützmikrofone wurden lediglich dezent beigemischt. „Diese Lösung mit hochwertigen Mikrofonen aus dem Hause Sennheiser funktioniert für uns sehr gut, und es besteht kein Bedarf, einzelne Instrumente zusätzlich separat mit Clip-Mics abzunehmen“, kommentierte Florian Denzler.

Der hinter dem Orchester stehende Chor wurde großflächig mit sechs Kugeln des Typs MKH 8020 abgenommen: Eine A/B-Aufstellung vor den Sängern wurde durch Mikros für Sopran-, Tenor-, Alt- und Bassstimmen ergänzt. Am Flügel waren ebenfalls zwei MKH 8020 (Bass/Diskant) zu entdecken; Holz- und Blechbläser sowie die Streicher wurden mit zahlreichen MKH 8040 (Niere) und MKH 8050 (Superniere) mikrofoniert. Die Laufzeiten der einzelnen Mikrofone wurden digital im Mischpult abgeglichen; die Zeitreferenz bildete das kleine A/B-Setup hinter dem Dirigentenplatz.

Die Mikrofonsignale wurden weitgehend ungefiltert übernommen, und lediglich dem Übersprechen durch andere Instrumentengruppen wurde per Pultentzerrer wenn nötig entgegengewirkt. „Grundsätzlich klingen die Sennheiser Mikrofone so gut, dass man bestimmt auch ganz ohne EQ arbeiten könnte, wenn man die akustischen Gegebenheiten einer Konzerthalle zur Verfügung hätte“, sagte Florian Denzler. „Auf einer Openair-Bühne existieren jedoch gewisse Einschränkungen, und es herrscht Zeitdruck - angesichts dieser Rahmenbedingungen haben wir eine sehr gute Lösung gefunden, bei der sich die erforderlichen Klangeingriffe in engen Grenzen halten.“

Einen ihrer ersten Praxiseinsätze bestritten bei „Klassik am See“ zwei neue Kondensatorkapseln MKH 8090, welche auf XLR-Module des Typs MZX 8000 geschraubt waren und mit ihren breiten Nieren die große A/B-Anordnung bildeten. Zu ihrem persönlichen Klangeindruck befragt, bedachten Denzler und Schubert die Debütanten aus deutscher Entwicklung spontan mit einer prägnanten Formulierung: „Top!“

Sommer am See
„Top!“ lautete auch das einhellige Urteil der Zuschauer, die das besondere Konzerterlebnis am Dechsendorfer Weiher beinahe andächtig genossen. Die gemeinhin als anspruchsvoll bekannten Orchestermusiker hatten Vertrauenspersonen in die Zuhörerschaft entsandt, um eine verlässliche Rückmeldung zum Klang im Publikumsbereich zu erhalten - das persönliche Feedback signalisierte auch hier uneingeschränkte Zufriedenheit. Sogar der Wettergott war der Veranstaltung zugeneigt und schenkte den Anwesenden eine wohltemperierte Sommernacht, die nach Ende eines grandiosen Konzerts stilvoll von einem farbenprächtigen Feuerwerk erhellt wurde.




Das Sennheiser-Equipment bei „Klassik am See“:
8 x MKH 8020
19 x MKH 8040
11 x MKH 8050
2 x MKH 8090
2 x MKH 800 TWIN
1 x SKM 2000 (drahtlose Moderation)


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Über Sennheiser
Die Zukunft der Audio-Welt zu gestalten und für Kunden einzigartige Sound-Erlebnisse zu schaffen – dieser Anspruch eint Sennheiser Mitarbeiter und Partner weltweit. Das 1945 gegründete Familienunternehmen ist einer der führenden Hersteller von Kopfhörern, Mikrofonen und drahtloser Übertragungstechnik. Sennheiser ist mit 21 Vertriebs-tochtergesellschaften und langjährigen Handelspartnern in über 50 Ländern aktiv und besitzt eigene Produktionsstandorte in Deutschland, Irland, Rumänien und den USA. Seit 2013 leiten Daniel Sennheiser und Dr. Andreas Sennheiser das Unternehmen in der dritten Generation. Der Umsatz der Sennheiser-Gruppe lag 2017 bei 667,7 Millionen Euro.
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