21.11.2014 Köln / Hannover

Niedersächsisches Staatstheater Hannover: „DD ready“ in allen Sparten!

Die Niedersächsische Staatstheater Hannover GmbH deckt die Sparten Oper, Schauspiel, Ballett und Konzert in mehreren Spielstätten ab. Neben dem Schauspielhaus und der Oper gehören Cumberlandsche Bühne, Cumberlandsche Galerie sowie Ballhof Eins und Zwei zum Ensemble der innerstädtischen Spielorte. Hier wie dort ist man für die Herausforderungen der Digitalen Dividende gerüstet – dank aktueller Drahtlostechnik des Audiospezialisten Sennheiser sind sämtliche Spielstätten „DD ready“.

Wireless-Technik im Schauspielhaus
Mehr als 100 Sennheiser Drahtlosstrecken sind im Niedersächsischen Staatstheater Hannover verfügbar. Teil der Ausstattung sind rund 140 Hand- und Taschensender. Je nach Einsatzort kommen unterschiedliche Sennheiser Produkte von der evolution-Reihe über die 3000er- bis zur 5000er-Serie zum Einsatz. In den großen Häusern erfreut sich der mit unterschiedlichen Kapseln bestückbare Handsender SKM 5200-II großer Beliebtheit. Als Taschensender haben sich SK 5212-II bewährt und für besondere Aufgaben werden Aufstecksender des Typs SKP 3000 herangezogen. An unterschiedlichen Positionen sind 19-Zoll-Racks mit Doppelempfängern EM 3732-II zu entdecken.

Jenseits von exzellenter Klangqualität und sicherer Funkübertragung ist im Schauspielhaus die Größe der Taschensender ein wichtiges Kriterium – die Mikrofonierung soll möglichst wenig sichtbar sein und kleine Taschensender wie der SK 5212-II lassen sich unauffällig im Kostüm unterbringen. Die Ansteckmikrofone MKE 2 und MKE 1 werden an den Outfits befestigt oder in der Maske eingeschminkt. Die Miniaturkapseln werden nicht nur an den Bühnenakteuren befestigt, sondern auch an allerlei ungewöhnlichen Positionen in die Kulissen integriert – erstaunliche Sound-Effekte werden auf diese Weise möglich, ohne dass das Mikrofon optisch in Erscheinung tritt. Alternativ zu Miniaturkapseln kommen Sennheiser Headsets zum Zuge, beispielsweise bei Fremdveranstaltungen im Foyer des Hauses.

„Im Schauspielhaus verfolgen wir einen Systemgedanken und möchten die diversen Spielstätten kompatibel halten“, erklärt Lutz Findeisen, der seit 2009 der Ton- und Videoabteilung im Schauspielhaus als Leiter vorsteht. Für Übersicht sorgt im Niedersächsischen Staatstheater Hannover die Sennheiser Software „Wireless System Manager“, deren aufgeräumte Oberfläche nicht nur auf Bildschirmen in den Regieräumen, sondern auch auf weiteren in den Häusern installierten Monitoren zu sehen ist.

Drahtlostechnik in der Oper
In der Oper ist eine Unterstützung durch moderne Audiotechnik nicht in einem derart großen Umfang wie im Schauspielhaus erforderlich. Dennoch gibt es auch hier zahlreiche Anwendungen: „Pro Spielzeit haben wir in der Oper eine Musical-Produktion, für welche eine Beschallungsanlage sowie die Mikrofonierung der Protagonisten zwingend erforderlich sind“, erklärt Bernhard Helmdorf, Leiter der Tonabteilung in der Oper. „Mikrofone kommen darüber hinaus zum Zuge, wenn in Opernaufführungen Gesangsstimmen mit Effekten versehen werden sollen. Ein klassisches Beispiel wäre der Freischütz: Wenn in der Wolfsschlucht die Freikugeln gegossen werden, wird passend zur Szene die Stimme mit einem Echo angereichert – ohne Miniaturmikrofone und Taschensender wäre das nicht möglich.“

Die im Opernhaus zum Einsatz kommende Drahtlostechnik entstammt ausnahmslos dem Portfolio von Sennheiser. Auch diverse drahtgebundene Modelle (ME 36, MD 441, MKH 40 und MKH 406) des Audiospezialisten werden je nach Kontext gerne genutzt.

Eine Besonderheit im Opernhaus sowie im Schauspielhaus sind akkubetriebene Kompaktlautsprecher, die sich an für die jeweilige Inszenierung sinnvollen Positionen in das Bühnenbild integrieren lassen. Die Audioanbindung erfolgt oft drahtlos über Sennheiser Funkstrecken: Gesendet werden die Signale über netzwerkfähige Doppelsender SR 2050 IEM mit zirkular polarisierten Wendelantennen A 5000-CP. Als Empfänger dienen Bodypacks des Typs EK 2000 IEM.

LTE-Störfunk
Die Drahtlosanlagen sämtlicher Spielstätten des Niedersächsischen Staatstheaters Hannover werden inzwischen im Frequenzbereich von 470 bis 608 und 614 bis 790 MHz betrieben, die „LTE safe“ und selbstverständlich durch die Bundesnetzagentur genehmigt sind. – Speziell im Ballhof konnten die Techniker nach Aussage von Lutz Findeisen während der LTE-Einführungszeit ausgeprägte Störungen ausmachen, welche sich bei Messungen zweifelsfrei dem neuen Mobilfunkstandard zuordnen ließen. Bernhard Helmdorf erinnert sich ebenfalls an massive Störungen durch LTE an der Oper, welche ihm und seinen Kollegen das Leben schwer machten: „Glücklicherweise traten die Störungen nicht während laufender Vorstellungen auf!“, sagt Helmdorf und weist darauf hin, dass mehrere zuvor problemlos funktionierende Frequenzen aufgrund von LTE-Einstreuungen in der Oper nicht mehr eingesetzt werden konnten. „Als wir 2013 aus der Sommerpause kamen, konnten wir von vormals 20 Frequenzen plötzlich nur noch zwei nutzen“, erinnert sich Helmdorf mit Schrecken.

Umrüstung
„Als ich 2009 hier im Haus angefangen habe, stand das Thema ‚Digitale Dividende‘ für mich ganz oben auf der Agenda“, erklärt Lutz Findeisen. Zunächst wurde das in den Spielstätten vorhandene Inventar sorgfältig erfasst. „Die Frage lautete dann, welche Systeme technisch umrüstbar sind und welche Geräte durch Neuanschaffungen ersetzt werden müssen“, erklärt Findeisen und weist in einem Nebensatz darauf hin, dass bei den Überlegungen selbstverständlich auch die Wirtschaftlichkeit eine Rolle spielte: „Selbst wenn eine Strecke für einen bestimmten Betrag theoretisch umzurüsten gewesen wäre, war im Einzelfall mit Blick auf den Zustand der im theatertypisch robusten Bühneneinsatz tagtäglich genutzten Geräte eine Neuanschaffung die sinnvollere Lösung.“

Die Umrüstung beziehungsweise der Einbau neuer Geräte musste erwartungsgemäß in der Spielzeitpause vorgenommen werden, aber auch „fliegende Wechsel“ in Nachtschichten waren unter Einbeziehung engagierter Mitarbeiter erforderlich.

Die vorhandene Antennentechnik konnte in Teilen an gleicher oder anderer Stelle weiterhin verwendet werden. Eine Besonderheit ist der Umstand, dass in Schauspielhaus und Oper sowohl vor als auch hinter dem Eisernen Vorhang zwei Antennen installiert sind. Lutz Findeisen erläutert: „Es ist gerade angesagt, mit dem Eisernen Vorhang zu spielen, und aus technischer Sicht ist es absolut sinnvoll, bei geschlossenem Vorhang vor und hinter der Brandschutzeinrichtung mit einem True-Diversity-Aufbau zu arbeiten.“ Um die Antennen auf die Empfänger verteilen zu können, lieferte Sennheiser Vertrieb und Service zwei Sonderbauten: Hinter einer schwarzen 19-Zoll-Blende verbirgt sich ein aktiver Splitter, der Signale von bis zu sechs Antennen akzeptiert. Die gesamte HF-Technik wurde von der Amptown System Company GmbH geliefert und installiert. Für die Planung des Projektes ist die AMT Ingenieurgesellschaft mbH verantwortlich.

Sicherheit durch Schaltbandbreite
Für ein gutes Gefühl sorgt bei den Neuanschaffungen aus den Sennheiser Serien 3000 und 5000 die außergewöhnlich große Schaltbandbreite von bis zu 184 MHz: „Änderungen in der Frequenzzuteilung sind jederzeit möglich und in der Vergangenheit hat man ja gesehen, dass so etwas schneller passiert, als man denkt“, merkt Lutz Findeisen an. „Hätten wir uns für Produkte mit einer geringen Schaltbandbreite entschieden, stünden wir in Kürze vermutlich erneut vor einem vergleichbaren Problem wie nach der ersten Frequenzversteigerung.“


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Über Sennheiser
Die Zukunft der Audio-Welt zu gestalten und für Kunden einzigartige Sound-Erlebnisse zu schaffen – dieser Anspruch eint Sennheiser Mitarbeiter und Partner weltweit. Das 1945 gegründete Familienunternehmen ist einer der führenden Hersteller von Kopfhörern, Mikrofonen und drahtloser Übertragungstechnik. Sennheiser ist mit 21 Vertriebs-tochtergesellschaften und langjährigen Handelspartnern in über 50 Ländern aktiv und besitzt eigene Produktionsstandorte in Deutschland, Irland, Rumänien und den USA. Seit 2013 leiten Daniel Sennheiser und Dr. Andreas Sennheiser das Unternehmen in der dritten Generation. Der Umsatz der Sennheiser-Gruppe lag 2017 bei 667,7 Millionen Euro.
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