17.06.2015 Wedemark/Wien

ORF setzt für den Eurovision Song Contest auf Sennheiser Digital 9000

Eine Show der künstlerischen Superlative hat der Host Broadcaster ORF mit dem Finale des 60. Eurovision Song Contests am 23. Mai geboten. Der Österreichische Rundfunk vertraute für die Mikrofon- und Monitortechnik auf die HF-Experten von Grothusen Audio Video mit der Unterstützung des Audiospezialisten Sennheiser. Alle Teilnehmer des Song Contests nutzten Sennheiser-Technik: drahtlose Mikrofone der Serie Digital 9000 und Monitorsysteme der 2000er Serie.

Gerhard Vonwald, Technischer Leiter bei Grothusen Audio Video und „Head of Wireless Audio“ für den Song Contest, war für die Planung und Umsetzung der IEM- und Funkmikrofonsysteme verantwortlich. Er war bereits seit dem 20. April vor Ort, um beim Systemaufbau, den Proben und den eigentlichen Shows zu unterstützen. Vonwald arbeitete mit seinem 15-köpfigen Team direkt mit Gerhard Jansa, dem „Head of Sound“ des ORF und dessen Audio-Crew zusammen.

Gerhard Vonwald: „Das Finale – und alle 11 Publikumsshows zuvor – liefen technisch hervorragend und waren ein einmaliges Erlebnis für die insgesamt 100.000 Live-Gäste sowie die Fernseh- und Online-Zuschauer. Unser Funkmikrofonsystem umfasste 96 Kanäle Digital 9000, dazu kamen 32 Kanäle für das In-Ear-Monitoring der Künstler.“

„Das Frequenzspektrum in Wien war natürlich recht dicht belegt. Innerhalb der Halle benötigten nicht nur die Mikrofone und das Monitoring Spektrum, sondern auch die zahlreichen Intercom-Systeme – rund 600 Handfunkgeräte waren im Einsatz –, die drahtlosen Kameras, die LTE-Basisstationen und die zahlreichen Effekt- und Lichtsteuerungen“, erläuterte Gerhard Vonwald. „Außerdem erzeugten die Metallröhren der Bühnenkonstruktion schwer beherrschbare HF-Reflektionen und waren eine Herausforderung bei der Positionierung der insgesamt 11 Sende- und Empfangsantennen. Störungen entstanden zudem durch die großen LED-Wände und den LED-Boden. Da war es sehr hilfreich, dass Digital 9000 so gut wie keine Intermodulationsprodukte erzeugt und damit extrem frequenzeffizient arbeitet. Wir konnten die Mikrofonfrequenzen einfach in kleinen 600-kHz-Abständen anordnen, was die Planung sehr vereinfachte und diese hohe Anzahl von Mikrofonkanälen überhaupt erst möglich machte.“

Der Schwede Måns Zelmerlöw entschied den Jubiläums-Contest für sich; sein „Heroes“ erhielt 365 Punkte, was den sechsten Sieg für sein Land insgesamt bedeutete. Der ESC geht also nach einem kurzen Intermezzo in Mitteleuropa zurück nach Skandinavien: Der 14. Mai 2016 ist für das große Finale in Schweden reserviert.




Sennheiser-Equipment beim ESC
12 digitale Achtkanalempfänger EM 9046
56 digitale Handsender SKM 9000 (inkl. Ersatzsender)
56 Mikrofonköpfe ME 9005 (dauerpolarisiertes Kondensatormikrofon, Superniere)
56 digitale Taschensender SK 9000 (inkl. Ersatzsender)
60 Sennheiser-Kopfbügelmikrofone (Spezialanfertigung)
16 Stereodoppelsender für das Monitoring SR 2050
140 Monitorempfänger EK 2000 IEM
4 Antennen-Combiner AC 3200-II
11 zirkular polarisierte Wendelantennen A 5000-CP
2 Richtantennen AD 9000
2 Rundstrahlantennen A 9000
850 Meter Antennenkabel

Das Wireless-Audio-Team unter Gerhard Vonwald: Volker Schmitt, Kevin Jungk, Gerhard Spyra, Jonas Næsby, Viola Gundendorfer, Regina Holzmann, Konstanze Kainz, Michael Klapper, Christian Camus, Niko Wagner, Florian Bach, Ewald Herger, Andi Putz, Andreas Neumann, Marco Meirone


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Über Sennheiser
Die Zukunft der Audio-Welt zu gestalten und für Kunden einzigartige Sound-Erlebnisse zu schaffen – dieser Anspruch eint Sennheiser Mitarbeiter und Partner weltweit. Das 1945 gegründete Familienunternehmen ist einer der führenden Hersteller von Kopfhörern, Mikrofonen und drahtloser Übertragungstechnik. Sennheiser ist mit 21 Vertriebs-tochtergesellschaften und langjährigen Handelspartnern in über 50 Ländern aktiv und besitzt eigene Produktionsstandorte in Deutschland, Irland, Rumänien und den USA. Seit 2013 leiten Daniel Sennheiser und Dr. Andreas Sennheiser das Unternehmen in der dritten Generation. Der Umsatz der Sennheiser-Gruppe lag 2017 bei 667,7 Millionen Euro.
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