08.10.2013 Hannover/Mannheim

Schallschmiede Mannheim: Fetter Bass-Sound für die Bassdrum!

Die Mikrofonierung eines Drumsets ist eine komplexe Aufgabe: Mit welchem Mikrofon erzielt man den besten Klang, und welche Positionierung bringt die vorteilhaftesten Ergebnisse? Beim Besuch namhafter deutscher Tonstudios erörtert die neue „Volume up! tunes. beats. production“-Kampagne von Sennheiser genau diese Fragen. Bei einem ersten Halt in den Mannheimer Schallschmiede-Studios gaben die Tonprofis Mathias Grosch und Benedikt Maile Tipps zum Thema „Fetter Bass-Sound für die Bassdrum“; den perfekten Beat steuerte Schlagzeuger Mario Garruccio bei. Für das virtuelle Drum-Instrument „DrumMic'a!“ sind Preset und MIDI-Groove aus der Schallschmiede verfügbar und können auf der Website www.DrumMica.de heruntergeladen werden. Ein Video-Interview sowie Tipps zur Abnahme der Bassdrum runden das Angebot ab.

Mathias Grosch ist nicht nur Tontechnikspezialist, sondern hat auch ein Studium an der Hochschule für Musik in Mannheim absolviert und ist ausgebildeter Jazzpianist. „Sowohl beim Piano als auch bei der Studiotechnik gibt es eine gewisse Lust herauszufinden, wie man Emotionen hervorruft – es waren nie rein technische Aspekte, die mich fasziniert haben“, sagt Grosch und führt nicht ohne Stolz durch sein Studio im Mannheimer Schallschmiede-Komplex. CD-Cover von Laith Al-Deen, Xavier Naidoo, Cassandra Steen, Heinz Rudolf Kunze, Kosho und Queen Esther Marrow weisen dezent auf erfolgreich realisierte Produktionen hin. Gitarren hängen an der Wand, eine veritable Hammondorgel sowie ein alter Moog-Synthesizer werden gehegt, gepflegt und gerne gespielt.

Kick-Sound
Um den Sound der Bassdrum bestmöglich einzufangen, greift Mathias Grosch oft auf mehrere Mikrofone zurück, die parallel zum Einsatz kommen. Bewährt haben sich spezialisierte Modelle wie das Sennheiser e 902, das eine saubere Basswiedergabe mit einem präzisen Punch verbindet – das Resultat ist ein klarer, kerniger Sound mit vollem Körper, der sich unangestrengt in jedem musikalischen Kontext durchsetzt. Das „Holz“ der Kick arbeitet dagegen sehr schön das Sennheiser MD 441-U heraus, welches aufgrund seiner Richtcharakteristik nur wenige Anteile des übrigen Drumsets einfängt.

Groschs Geheimtipp für die Bassdrum ist das Sennheiser Kleinmembranmikrofon MKH 40, das nach den Worten des Toningenieurs „in den Höhen absolut linear arbeitet und dabei den Bassbereich sehr stark betonen kann“. Grosch: „Das MKH 40 ist für mich die Entdeckung der letzten Jahre – für quasi jeden Einsatzzweck! Ich habe sogar den Gesang von Heinz Rudolf Kunze mit diesem Mikrofon aufgenommen – das Ding rockt einfach und ist eine Allround-Waffe!“

Für eine möglichst gute Trennung der Bassdrum von den anderen Trommeln sorgt in den Schallschmiede-Studios oft ein selbst gebauter Tunnel: Bewährt haben sich dicke Stoffdecken, die über kurze Mikrofonständer (oder sonstiges Stützmaterial) gelegt werden. Am Ende des Tunnels wird ein weiteres Mikrofon positioniert, beispielsweise ein Neumann Klassiker wie das Modell TLM 127: Die Großmembran-Doppelkapsel garantiert viel Volumen und einen runden Sound – dank des Tunnels wird vorrangig das Bassdrum-Signal aufgenommen, welches sich später gut separat bearbeiten lässt.

Mic-Selection
Über den Cymbals positioniert Mathias Grosch meist zwei Neumann KM 184 in einer A/B-Anordnung, die er selber als „Close Miking der Becken“ bezeichnet. Die Mikrofone befinden sich in einem Abstand von nur 30 bis 40 Zentimetern oberhalb der Cymbals und weisen beide den gleichen Abstand zu einem Mono-Mikrofon auf, das über dem Drummer hängt und quasi das gesamte Set einfängt. „Ein Vorteil dieses Aufbaus besteht darin, dass man nicht zu viel Räumlichkeit abbildet und die Drums sehr druckvoll und knackig rüberkommen“, erläutert Grosch. „Dennoch kann man, gerade was die Becken anbetrifft, sehr gut Einfluss auf den Sound nehmen. Man erhält ein schönes Stereobild, weil die KM 184 ja nicht nur die Becken einfangen, sondern ebenfalls das, was drumherum passiert – die so erzielte Stereoabbildung funktioniert auch prima in Mono!“

Schallschmiede-Kollege Benedikt Maile, der in seinem „Studio C“ über Neumann Aktivlautsprecher KH 310 A abhört, fügt hinzu: „Für jede Musik und für jeden Sound existiert ein Mikrofon, das im geeigneten Kontext gut funktioniert – insofern habe ich kein Lieblingsmikrofon, das ich bei jeder Gelegenheit und überall einsetzen würde. Allerdings gibt es Mikrofone, die ich sehr schätze – darunter das Sennheiser MD 421, das total toll an Gitarren-Amps und Tomtoms funktioniert und auch an der Snare einen prima Sound macht. Von Neumann finde ich das U 67 super – ich habe neulich das TLM 67 getestet und war erstaunt, wie ähnlich diese beiden Mikros klingen.

Drumsounds
Drummer Mario Garruccio geht bezüglich seines Drumsounds keine Kompromisse ein – dass alle Trommeln perfekt gestimmt sind und die Bassdrum passend zum jeweiligen Musikstil gewählt wird, ist bei einem Profi seiner Liga keine gesonderte Erwähnung wert. „Die Mikrofone sollen in erster Linie den Klang meines Schlagzeugs rüberbringen“, sagt der Drummer, der in seiner langjährigen professionellen Praxis bereits mit unterschiedlichsten Mikrofontypen arbeiten konnte. Zu seinen Favoriten trifft Garruccio klare Aussagen: „Von Sennheiser macht beispielsweise das MD 421 an den Toms und an der Snare Drum eine exzellente Figur! Ich finde nach wie vor, dass das großartige Mikrofone sind – in gewisser Weise ist es schon erstaunlich, wie weit die Entwicklung bei den alten Modellen bereits vorangeschritten war. Über die Jahre hinweg hatte ich außerdem quasi die gesamte Evolution-Familie von Sennheiser am Start und insbesondere die e 604 für die Toms fand ich durchweg super – das ist sicher eine interessante Alternative, wenn man im robusten Live-Umfeld keine teuren Studiomikrofone einsetzen möchte. Im Studio hat man meist eine größere Auswahl an Mikrofonen zur Verfügung und hier schätze ich unter anderem das Sennheiser MD 441, wenn es mit ein wenig Abstand vor dem Schallloch der Bassdrum positioniert wird. Wenn ich im Studio von Mathias Grosch arbeite, kombinieren wir zur Abnahme der Becken gerne zwei Neumann KM 184 in einer A/B-Anordnung mit einem Neumann TLM 67 als Mono-Overhead. Dieses Setup bildet die Becken in sehr angenehmer Form ab; das klingt wirklich schön!“

Get that perfect beat!
In welcher Form Mikrofonauswahl und -positionierung den Klang beeinflussen und wie genau sich die vorgenannten Mikrofone an unterschiedlichen Trommeln anhören, ist ab sofort auch ohne großes Studio nachvollziehbar: Mit der Freeware „DrumMic'a!“ liefern die Traditionsunternehmen Sennheiser und Neumann Musikern, Toningenieuren und Angehörigen der schlagwerkenden Zunft kostenfrei ein hochwertiges Softwarepaket, das als professionell einsetzbarer Sample-Player auf Drumsounds spezialisiert ist und knapp 13.000 hochqualitative Samples (mehr als 9 GB) beinhaltet. „DrumMic'a!“ (sprich: Dramm-maik-ah) ist ein virtuelles Instrument für den KONTAKT 5 PLAYER von Native Instruments und kann sowohl als Stand-alone-Anwendung betrieben wie als Plug-in in alle gängigen Sequenzer eingebunden werden. Download und Registrierung auf www.DrumMica.de.

Das Video zum Schallschmiede-Studio ist zu finden unter:
http://youtu.be/DkIVduvyzDc
https://vimeo.com/75777281


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Die Zukunft der Audio-Welt zu gestalten und für Kunden einzigartige Sound-Erlebnisse zu schaffen – dieser Anspruch eint Sennheiser Mitarbeiter und Partner weltweit. Das 1945 gegründete Familienunternehmen ist einer der führenden Hersteller von Kopfhörern, Mikrofonen und drahtloser Übertragungstechnik. Sennheiser ist mit 21 Vertriebs-tochtergesellschaften und langjährigen Handelspartnern in über 50 Ländern aktiv und besitzt eigene Produktionsstandorte in Deutschland, Irland, Rumänien und den USA. Seit 2013 leiten Daniel Sennheiser und Dr. Andreas Sennheiser das Unternehmen in der dritten Generation. Der Umsatz der Sennheiser-Gruppe lag 2017 bei 667,7 Millionen Euro.
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