25.01.2017 Wedemark

Tabaluga und Sennheiser: Es lebe die Freundschaft!

Mit dem Rock-Märchen „Es lebe die Freundschaft“ begeisterte der allseits beliebte Drache Tabaluga im Herbst 2016 seine Fans bei einer Tournee mit 64 Shows in 19 Städten. Begleitet von Peter Maffay, seiner bewährten Band und zahlreichen musikalischen Gästen wurden Konzertbesucher von einem mitreißenden Musical-Abenteuer verzaubert, bei dem sowohl bekannte Tabaluga-Hits als auch brandneue Songs auf dem Programm stehen. Wie während der vorangegangenen Tabaluga-Tourneen trug Drahtlostechnik von Sennheiser entscheidend zu einem exzellenten Sound bei – bewährte Wireless-Produkte aus der 2000er sowie der ew 500 G3-Serie sorgen für kompromisslose Klangqualität in 47 Szenen mit 26 Songs.

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Im Einsatz befanden sich zwölf Sennheiser True-Diversity-Receiver EM 2050 sowie zwei Spare-Empfänger des gleichen Typs. Die Verbindung zu den Antennen stellten zwei ASA 3000 Antennensplitter her. Für das In-Ear-Monitoring standen am Monitorplatz zehn Sennheiser Stereo Transmitter SR 2050 IEM bereit; zwei weitere Doppelsender dieses Typs waren als Spare-Geräte verfügbar. Angeschlossen an die IEM-Sender waren vier Sennheiser Active Antenna Combiner (AC 3000, AC 3200, AC 3200-II). Die Instrumentalisten nutzten mit einem Antennensplitter ASA 1 verbundene Sennheiser EM 500 G3 Empfänger für ihre SK 500 G3 Instrumenten-Beltpacks, die in der Mittenlücke funken – anerkannt zuverlässige Wireless-Hardware bestimmte bei Tabaluga das Bild.

Anerkannt zuverlässige Wireless-Hardware

Die SKM 2000 Handsender waren durchweg mit MMD 935 Mikrofonmodulen versehen. Die SK 2000 Taschensender wurden in den Kostümen der Akteure versteckt, wobei darauf geachtet wurde, sie möglichst an Stellen unterzubringen, an denen sie nicht mit Schweiß in Berührung kommen. Wie bei Musicals üblich, wurden professionelle HSP 4-3 Nackenbügelmikrofone an die robusten Sennheiser Beltpacks angeschlossen.

Bezüglich der Handsender sprang das in Airbrush-Technik mit Tribal-Motiven und den Initialen PM versehene Mikrofon von Peter Maffay (Sennheiser SKM 2000 mit dynamischer MMD 935 Kapsel) besonders ins Auge. Ebenfalls bemerkenswert ist ein „Möhrenmikrofon“: Bühnenbildner Michael Haufe hat aus PU-Schaum eine überdimensionale Karottenattrappe gefertigt, in welche ein Sennheiser SKM 2000 Handsender mit passend lackiertem Kapsel-Drahtgeflecht eingesetzt werden kann.

Ein Blick auf die Bühne ließ zahlreiche Sennheiser Antennen erkennen: Insgesamt vier zirkular polarisierte Wendelantennen A 5000-CP waren den In-Ear-Strecken zugewiesen und versorgten zahlreiche EK 2000 IEM Bodypacks. Hinzu kamen vier A 2003-UHF Richtantennen für die Hand- und Taschensender. Die Signale der Instrumenten-Beltpacks von Bassist Ken Taylor und Gitarrist Carl Carlton sowie von Peter Maffays E-Gitarre wurden von A 2003-UHF Antennen empfangen. Aufgrund einer geschickten Antennenpositionierung können auch große Hallen lückenlos abgedeckt werden, was angesichts des sich weit in den Raum hinein erstreckenden Show-Geschehens zwingend erforderlich war. Als Ambience-Mikrofone für die In-Ear-Mixes der Musiker und Darsteller kamen u. a. zwei Stereo-Richtrohrpaare (Sennheiser MKH 416-P48U3) zum Einsatz, die links und rechts der Bühne montiert waren.

Frequenzmanagement mit der WSM-Software

Klaus Kollega ist seit 35 Jahren in der Branche aktiv und begleitet Tabaluga, seit der kleine grüne Drache zum ersten Mal live eine Bühne betrat. „Die Anforderungen sind über die Jahre hinweg gewachsen“, berichtet der erfahrene Techniker. „Heute werden tendenziell mehr Shows mit weniger Personal bestritten, und im Rahmen der aktuellen „Es lebe die Freundschaft“-Tournee stehen in kürzester Zeit 64 Termine auf dem Programm. Früher habe ich die Drahtlostechnik bei Tabaluga alleine betreut, doch angesichts der Gegebenheiten bin ich ganz froh, dass mir inzwischen Florian Keinert zur Seite steht.“

Wireless-Fachmann Florian Keinert hat die Signale der Hand- und Taschensender sowie die In-Ear-Strecken in unterschiedlichen Arbeitsbereichen angeordnet: Zahlreiche Empfänger waren in den Fernsehkanälen 27 bis 31 (518 – 558 MHz, AW-Band) untergebracht. Die In-Ear-Strecken wurden darüber (Kanal 32 bis 49, 558 – 702 MHz, GW- und BW-Band) platziert, und ab Kanal 52 (718 – 790 MHz, CW-Band) folgen weitere Empfänger bis Kanal 60.

Zusätzlich zu den Frequenzen der Sennheiser Systeme war auf der Produktion der Frequenzbedarf der ebenfalls drahtlos arbeitenden Intercom-Produkte (zwei Basisstationen mit jeweils zwei Frequenzen und 16 Beltpacks mit eigenen Frequenzen) zu berücksichtigen. „Es gibt Städte, in denen es frequenzmäßig schon einmal eng werden kann – insbesondere, wenn viel DVB-T am Start ist“, stellt Florian Keinert fest. Insgesamt belegte die Tabaluga-Produktion 76 Sendefrequenzen, 72 davon befanden sich während der Shows aktiv im Einsatz. Auf die Sennheiser Systeme entfielen 56 Drahtlosstrecken.

Der Sennheiser Wireless System Manager kam auf der Tournee als Remote-Steuerung zum Einsatz und half dabei, alle im Netzwerk angebundenen Sender und Empfänger komfortabel auf intermodulationsfreie Frequenzen einzustellen. Weiterhin diente die WSM-Software der Parameterübersicht, und entsprechend war die Bedienoberfläche nicht nur am Arbeitsplatz von Florian Keinert, sondern auch auf einem Bildschirm am seitlich der Bühne eingerichteten Monitorplatz zu sehen.

Gratwanderung

Für Werner Schmidl, der am FOH-Platz die Mischung der Band verantwortet und von Sven Kallenbach (szenische Parts) unterstützt wurde, steht auf der Tournee die Sprachverständlichkeit an erster Stelle: „Bei ‚Es lebe die Freundschaft‘ kennen die Besucher weder die Story noch die neuen Lieder, weshalb wir besonders auf die Verständlichkeit der Texte achten“, erläutert Schmidl. „Insofern ist mein Mix mehr auf die Vocals bezogen, als es in einem typischen Konzertzusammenhang der Fall wäre. Selbstverständlich handelt es sich weiterhin um eine Rock-Show und nicht um eine Theateraufführung – die Klanggestaltung ist somit eine Gratwanderung, bei der ich mich stets fragen muss, wie weit ich die Sprache nach vorne holen kann, ohne dass die Musik zu sehr in den Hintergrund rückt.“

Insgesamt waren an den FOH-Pulten rund 160 Audiokanäle zu verwalten, welche mithilfe eines Tracking-Systems auf verteilte Lautsprecherpositionen distribuiert wurden – das Bühnengeschehen war im Zuschauerraum auf diese Weise sehr gut zu orten; die Sprachverständlichkeit ließ keine Wünsche offen. Thomas Holz, Projektmanager Touring & Rental | Artists & Engineers bei Sennheiser, kommentiert: „Auch heute besitzen bewährte analoge Funkstrecken aus der Sennheiser 2000er-Serie ihre Berechtigung und können bei anspruchsvollen Produktionen mit mehreren Shows am Tag uneingeschränkt überzeugen: mit einem herausragend guten Klang, einer hohen Streckenzahl und einer sicheren Übertragung, selbst über sehr große Entfernungen.“

Klare Ansage!

„Bei Mikros von Sennheiser gibt es nichts zu meckern“, sagt FOH-Mischer Werner Schmidl. „Eigentlich sind wir bei Tabaluga seit Jahren mehr oder weniger mit demselben Mikrofon-Setup unterwegs.“ Schmidl äußert sich klar zu den Änderungen bei der Zuteilung von Frequenzen für drahtlose Mikrofone: „Bezüglich der Verwendung von Wireless-Equipment gestaltet sich die Situation heute deutlich komplexer als noch vor ein paar Jahren, und für unsere Arbeit finden wir immer weniger Platz im Spektrum.“


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Ansprechpartner

Stefan Peters
PRO
Tel: +49 5130 600 1026


Über Sennheiser
Die Zukunft der Audio-Welt zu gestalten und für Kunden einzigartige Sound-Erlebnisse zu schaffen – dieser Anspruch eint Sennheiser Mitarbeiter und Partner weltweit. Das 1945 gegründete Familienunternehmen ist einer der führenden Hersteller von Kopfhörern, Mikrofonen und drahtloser Übertragungstechnik. Sennheiser ist mit 21 Vertriebs-tochtergesellschaften und langjährigen Handelspartnern in über 50 Ländern aktiv und besitzt eigene Produktionsstandorte in Deutschland, Irland, Rumänien und den USA. Seit 2013 leiten Daniel Sennheiser und Dr. Andreas Sennheiser das Unternehmen in der dritten Generation. Der Umsatz der Sennheiser-Gruppe lag 2017 bei 667,7 Millionen Euro.
www.sennheiser.com.